Suzana Brborović

Suzana Brborović

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GRENZEN ÜBERSCHREITEN (2018) eine Rede

Ich freue mich, Sie begrüßen zu dürfen, ich, die ich in diesem Moment scheinbar als geschlossene Einheit hier stehe. Auch jede und jeder von Ihnen ist als kompakte Identität wahrnehmbar, und trotzdem haben wir zum Beispiel auf dem Weg hier in die Galerie zahlreiche Spuren unserer Identität hinterlassen. Der eine hat sein Streifenkärtle der U-Bahn in den Papierkorb geworfen, der andere schnell noch einen Kaffee to go getrunken. Unsere Spuren sind aber nicht nur materieller Art, es kann auch ein Lächeln, ein kurzes Wort sein, das andere mit in ihr Leben nehmen, das uns sozusagen vielfältig, schier undurchdringbar vernetzt mit der Welt.

Das nehmen wir meist nicht zur Kenntnis, denn wir können uns nicht mit all den Spuren befassen, die wir ständig hinterlassen, mit den Schatten, die hinter uns liegen. Auch so ist die Welt komplex genug und schaffen wir es kaum, mit den zahllosen Reizen fertig zu werden.

Suzana Brborovic macht zunächst nichts anderes, als Schatten und Spuren wieder hervorzuholen und sichtbar zu machen. Vielleicht liegt das daran, dass ihr Vater Bauunternehmer in Slowenien ist. Schon als Kind hat sich Suzana Brborovic viel auf Baustellen herumgetrieben. Baustellen vermitteln einen ganz eigenen Eindruck von Architektur, die nackten Wände wirken wie Gerippe, wie karge Skelette, die später hinter einer schmeichelnden, versöhnlichen Fassade kaschiert werden. Baustellen schulen das Verständnis dafür, dass hinter den Dingen noch etwas steckt – konkret physisch, aber auch inhaltlich. Dass die Fassade nur ein Gesicht darstellt, eine Momentaufnahme in einem vielstimmigen Konzert ist.

Suzana Brborovic ist ein Digital Native. Sie arbeitet zwar auch mit Leinwand und Farbe, aber selbstverständlich auch mit dem Computer. Sie legt zunächst auf der Leinwand eine abstrakte Komposition an, ein Liniengefüge, eine scheinbar gegenstandslose Struktur. Hier nimmt sie Partien weg, dort kleckert sie quasi auf die Fläche und hinterlässt wässrige, wolkige Flecken. Danach werden verschiedene fotografische Vorlagen projiziert, die sie Schicht für Schicht.

Mal sind es Fotografien, die Suzana Brborovic selbst vor Ort gemacht hat, mal lädt sie Bildmaterial aus dem Internet herunter und bearbeitet es am Computer, montiert es collagenartig ineinander, bevor es auf die Leinwand übertragen wird. Das Ergebnis sind verschiedene Schichten, Strukturen, Texturen, wie das heute gern heißt.

Die Architektur, die Suzana Brborovic auf diese Weise ins Bild holt, ist nicht nur Form, Hülle, Materie, Struktur, sondern auch mit gesellschaftlichen Prozessen verbunden. Sie steckt voller sozialer Bezüge. Denn natürlich hat etwa der Sozialismus seine Spuren hinterlassen - bei den Plattenbauten, die längst mit westlichem Schick aufgehübscht sein mögen, aber doch die Ideologie von einst durchpulst. Oder die leer stehenden Fabrikgebäude, die es in Ostdeutschland zuhauf gibt. Es sind nicht allein Ruinen, sondern sie erzählen auch viel von der Industrialisierung, von politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen und vom Tross, der längst weitergezogen ist zu Produktionsstätten in Bangladesh oder China.

An dieser Architektur sind Ideologien, Visionen, Utopien ablesbar. Im Plattenbau wurde ein Gesellschaftsmodell umgesetzt. Auch Militärarchitektur ist Ausdruck eines bestimmten politischen Systems. Suzana Brborovic hat aber auch Skizzen für eine Idealstadt von Albrecht Dürer genutzt oder auch die Fassade einer Grundschule in Leipzig, dann wieder ein Gebäude in Moskau.

Mit diesen architektonischen Konzepten aus ganz unterschiedlichen Kontexten, waren doch immer auch Vorstellungen verbunden, wie Gesellschaft gestaltet sein sollte. Hier entdecken wir einen Gasometer, dort den Tatlin-Turm, ein nie verwirklichtes Turmprojekt aus dem Jahr 1919 des russischen Künstlers Wladimir Tatlin. Und selbst wenn wir nicht immer eins zu eins ablesen können, welche Referenzen hier zitiert sind, so spürt man eben doch den Geist dieser gebauten Dokumente.

Die Kompositionslinien sind dabei ein wichtiges Elemente innerhalb der formalen Gestaltung. Die Arbeiten von Suzana Brborovic bewegen sich bewusst zwischen Malerei und Grafik als auch zwischen Gegenstand und Abstraktion. Wir haben es mit dem gesamten Schatzkästchen der Geometrie zu tun, mit Parallelen und Diagonalen, mit rechten, spitzen, stumpfen Winkeln, Vollwinkeln und Nullwinkeln. Diese Gemälde taugen vermutlich trefflich zur Errechnung von Vektoren und Strahlensätzen, sie arbeiten mit perspektivischer Verjüngung. Immer wieder wird man auch an Konstruktionszeichnungen und Grundrisse erinnert, es tauchen lapidar in der Luft schwebende Etagen auf.

Auch diese Kompositionslinien, die Strahlen und Konturen der Baukörper sind wiederum Zeichen der Erinnerung, die auf Abwesendes oder Immaterielles verweisen, an Historie erinnern, an gesellschaftliche und soziale Zusammenhänge. So wie man bei Aufnahmen von Infrarot-Wärmemessungen von Immobilien begreift, dass Realität nicht nur Sichtbares und Haptisches meint, sondern selbstverständlich auch Unsichtbares, so, wie die zahlreichen Strahlen, die uns längst alle permanent umgeben und auch in diesem Moment unsichtbare Informationen transportieren vom Satellit direkt in unsere Hand- und Hosentaschen hinein zum Smartphone - so sind der Wirklichkeit zahlreiche Informationen eingeschrieben. Historische, gesellschaftliche, ästhetische Spuren allüberall. Ein Nachhall, ein Schatten des Anderen.

Suzana Brborovic gibt uns in ihrer Malerei eine Ahnung von der Komplexität der Realität, vom verwirrenden Zusammenspiel der Ebenen und Bedeutungsschichten. Bei aller scheinbaren mathematischen Präzision, die den Konstruktionszeichnungen innewohnt, überfordert sie uns zugleich mit diesem verwirrenden Geflecht, diesen explodierenden, in den Raum hineindrängenden Formen.

Das mag futuristisch wirken, aber Suzana Brborovic ermahnt uns, eben nicht nur fortschrittsgläubig in die Zukunft zu eilen, sondern uns mitunter auch der Komplexität der Realität zu stellen – zu der selbstverständlich die Spuren, die Schatten des Gesterns gehören. Diese Spuren der Vergangenheit tauchen auf, wie wenn man versehentlich auf ein bereits bedrucktes Papier kopiert, oder wenn Fotografien mehrfach belichtet werden. Die verblassende Historie bleibt doch als Nachhall sichtbar.

Auch Urban Hüter hat sich mit dem befasst, was etwa von der DDR übriggeblieben ist. Auch er ist auf Spurensuche gegangen, hat aber ganz handfeste Erinnerungsstücke im Sortiment: Spielsachen, Kuscheltieren, niedliche, aus Plaste geformte Häschen oder Kätzchen oder auch Pittiplatsch, der gemeinsam mit Schnatterinchen im DDR-Fernsehen auftrat - und die nun verkupfert wurden.

Urban Hüter arbeitet ausschließlich mit Materialien, die vom Menschen gefertigt wurden, sei es Kunststoff oder Aluminium, Pressspan oder Gummi. Immer wieder nutzt er auch vorgefundene Objekte – kleine Gummientchen, Plastikflamingos, aber auch Auspuffrohre, Schalldämpfer, Ölwannen, Dichtungen, Dämpfer, Kühler und Kurbelwellen. Sie haben es selbst auf den ersten Blick gesehen: Urban Hüter montiert diese Objekt zu dreidimensionalen Collagen.

Urban Hüter hat vor seinem Kunststudium eine Ausbildung zum Steinmetz gemacht. Er kann sozusagen zupacken, er ist nicht zimperlich im Umgang mit dem Material. Er schraubt und nietet und hinterlässt sichtbare Arbeitsspuren. Während bei den Bildern von Suzana Brborovic die Schatten geheimnisvoll und oft unergründlich auftauchen, aus dem Vergessen hochzusteigen scheinen, ist das Ursprungsmaterial von Urban Hüter präsent und gegenwärtig, es gibt sich unmittelbar zu erkennen als das was es ist. Keine Geheimnistuerei, keine Verschleierungstaktik. Wir können dieses Ausgangsmaterial problemlos zuordnen, und ohne es berühren zu müssen, wissen wir auch um dessen Haptik und Beschaffenheit.

Und doch: Bei den Skulpturen von Urban Hüter verschmelzen die Fundstücke und Elemente zu eigenartigen Gebilden. Die Autoersatzteile wirken wie mit schwarzen Fassung überzogen, wodurch ein amorpher Organismus entsteht, eine Wucherung, eine Mutation. So fröhlich und spielerisch manche Objekte daherkommen mögen – es grundiert sie eine Missstimmung, ein Störgeräusch. Im Vertrauten steckt etwas Irritierendes. Die eckigen Rundformen aus Aluminiumblechen wirken missraten. Trotz der lustigen Muster, der fröhlichen Punkte und Streifen assoziiert man allein wegen des Materials Kühle, Scharfkantigkeit, vielleicht sogar Angst vor Verletzung und Schnittwunden.

Die kleinen Entchen sind zu einem vielköpfigen Mischwesen zusammengewachsen. Statt fröhlich auf dem See zu schwimmen, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’, sind sie auf Gedeih und Verderb aneinandergeschweißt, verschmolzen zu einem unbeweglichen Klumpen Materie. Auch die Flamingos recken ihre Hälse hilflos in die verschiedensten Richtungen, sie wurden aus ihren natürlichen Abläufen gerissen, selbst ihr hervorragender Orientierungssinn hilft ihnen nicht mehr bei diesem martialischen Eingriff von außen.

Beim Computer spricht man von Morphen, wenn mehrere Motive ineinander montiert werden. Urban Hüters Morphing, seine Manipulationen, die manifeste Störung von Natur und Logik sind bei aller vorgeblichen Fröhlichkeit auch schmerzhaft. Das Schöne, Liebliche scheint wie durch Genmutationen missgestaltet, diese Tierchen sind Klone, bei denen sich in der Züchtung Fehler eingeschlichen haben oder die DNA gestört wurde.

Urban Hüter erinnert an die Eingriffe des Menschen in natürliche Prozesse und en passant auch an die Massenproduktion der Konsumgesellschaft, die so viel Unnützes herausschleudert – und wenn es nur Gummientchen sind. Der schöne Schein hat eine düstere Kehrseite, etwas Zerstörerisches. So hat Urban Hüter auch zwischen Glasscheiben Flüssigkeiten gefüllt, die an Altöl erinnern. Diese Glasbilder durchzieht ein helles, freundliches, sonnengleiches Leuchten – und doch wecken sie Assoziationen an verbrannte Erde, verseuchtes Land, zerstörten Lebensraum, an Giftfässer und Seveso.

Es gibt zahllose Künstler, die natürliche Materialien nutzen. Die Arte- Povera-Künstler etwa überführten Erde, Äste, Steine in den künstlerischen, musealen Kontext. Urban Hüter dreht den Prozess um. Er führt uns vor, wie das von Menschen gemachte Material in den Naturkreislauf eingreift. Da werden bunte Metallteile zu einem Vogel oder Insekt und Auspuffrohre zu einem auftrumpfenden Viech. Er modifiziert Alltagsgegenstände, schafft Objekte, die doch den Kontext und die Herkunft der Materialien zu erkennen geben, die Spuren. Schatten aufweisen von einer früheren Existenz.

Alles ist im Wandel, gemahnen uns Suzana Brborovic und Urban Hüter auf je eigene Weise und liefern uns neue, zeitgemäße künstlerische Versionen des alten Themas des Stirb und Werde. Nicht nur die Natur, sondern auch das vom Menschen Geschaffene, Gebaute, Behauptete wird schon bald andere Formen annehmen, modifiziert, verändert, überrollt werden von Neuem, Anderen.

So schärfen die beiden Künstler unseren Blick auf das, was uns so selbstverständlich erscheint, sie öffnen den Horizont für größere Zusammenhänge, zeigen, wie auch das nebensächliche Detail in einen globalen Kontext eingebettet ist. Das ist nicht nur schön, weil es uns an die eigene Vergänglichkeit erinnert und deutlich macht, dass auch wir über kurz oder lang hinweggefegt werden.

Gleichzeitig ist das auch tröstlich: Der ein oder andere mag vorhin nur sein Streifenkärtle oder seinen Kaffee-to-go-Becher weggeworfen und damit Spuren auf der Erde hinterlassen haben, die unserer Natur nicht nur gut tun. Stichwort Plastik in den Meeren. So, wie Suzanna Brborovic und vorführt, dass Ideologien zwar ihre Spuren hinterlassen, aber überwunden, entschärft werden können und nur als Schatten ihrer selbst existieren, so wecken auch Urban Hüters Arbeiten eine gewisse Zuversicht und weisen den Weg aus der Misere: Die Kreativität ist es, die künstlerische Arbeit, die Lösungen finden kann, um die Überreste der Konsumgesellschaft zurückzuführen in natürliche Prozesse. Ganz unschädlich lassen sie sich vielleicht nicht machen, aber immer nutzen für ein wertvolles, werthaltiges, ästhetisches Neues.

ADRIENNE BRAUN

 

FLAGS AND FLAKS (2017)

A nation? Reaffirmed by laws, decorated with symbols, interwoven with collective memories and national myths – a formally egalitarian community legitimates itself as such by applying a set of exclusion criteria. Architecture, in particular, when viewed as a relationship between people and social structures, plays a decisive role in the struggle for the interpretative power of national identities. Buildings, since ever, have been part of representation and actors of nation-building. The Slovenian artist Suzana Brborović reveals the visual history of the occidental defence architecture, from the first protective fortifications to the military architecture of modern times and the present security architecture, by means of painting and deconstruction.

The ideal city of Plato or Dürrer, the utopian buildings of modernism, or planned cities such as Palmanova – all illustrate that the defence of borders, the idea of an ideal city and a loyal population form a symbiotic union. The "architectural unconscious" of the West, with its star-shaped layouts, geometric structures and straight forms, is presented by Brborović in large- and medium-format paintings to reflect on the continuity of this aesthetic and political history as well as its current power of action. On the canvas, the artist transcends temporal spaces by intertwining several layers of historical ground plans, incorporating patterns, motifs and compositions of the ongoing fortification of Europe. The images shift between rigid lines and spontaneous flowing forms, created directly through the artist’s gesture.

The motif of a bunker, the so-called flak tower, which during the Nazi dictatorship served as a robust border defence construction of the German Reich, permeates almost all the paintings of the exhibition. Sometimes it emerges as a floating object, other times just its outlines are visible. In some works, it can only be seen as a shadow or in the flight paths of its shells, which are reduced to powerful lines. The series of cuttings of original
floor plans from the 80s suggest the Slovenian striped tricolor, which colours are fading. The fragile cutting of a flak tower in the form of a ruin is a pictorial abbreviation of a state caught in a moment of disintegration, gradually losing its territorial integrity. It is at the same time a rhetorical figure, which can provocatively symbolize Europe’s steadfast border policy.

In the exhibition, urban planning and national ideals in connection with border control and state control thus turn into a dystopia, which at first sight appears to maintain total control through border defence. The complexity of the resulting connections and overlaps, which can be linked to something new through their pictorial quality, bring to light the simultaneity of the non-simultaneous through their stratification. The exhibition "Flags and Flaks" thus opens up a heterotopic space that reflects and at the same time visualizes current social conditions.

Kristina Semenova

THE ARCHITECTURE OF THE SOUL, BODY AND HEART (2016)

THERE IS NOTHING AS TRIVIAL AND FLEETING ... AS THE TRACE OF DUST ON THE PALM OF THE HAND ... THE SOUND OF THE LEAVES IN THE COURTYARD ... AND THE DROP OF THE SNOWFLAKE ON THE FACE OF A GIRL WITH ANGEL WINGS ...

“Stairs are like geometric volumes, rising on their marginal surfaces, to be found soon thereafter as bent, broken, spirally wrapped around pillars and immersed in the perspectives of shadows ... The transverse wall pierced by a giant arcade separates a kind of chapel, which is the main motif in the second plane, which is seen as the first plane, and which the light also crosses in the same way ... We seek the vanishing point, which is way beyond, outside the edges, some sort of line on the horizon, over which some sort of bridge extends, whose direction is just opposite from the vanishing point on the other parts of the building ...” (H. Focillon, The Prisons of Piranesi)

In the foreground, in the intersecting point of our gaze there is /a/ “clot”, /a/ “monstrum”, great sign and “early trace”, die fruhe Spur, which forms the proposal Vor in the word Vorstellung, meaning in the appearance of the representations produced on the canvases by Suzana’s chromatic palette .... The representations in these images, “something that is essentially decomposed” ... in buildings and machines of sorts, abstract machines, which leave a primary trace as a fold in front and /be/hind: the infolding and overfolding of basic lines and directions. Yes, the “clot” as a manifestation of Lacan’s Thing, which now represents the basic and yet unformed fundamental and unconscious Triebe: /de/sires, wishes, Wunsche and ultimately their satisfaction – pleasure, la jouissance, like Suzana’s “saviour to meaning” of her art, painting as act, painting as object. Lacan’s “clot” is therefore not representation, but the representative of representation /Vorstellungenreprasentanz/, a phantom, demon, “vacant body”, in the relation to the world, which in history forms the essential features of precisely all philosophy, but also of existence and art.
Sigmund Freud writes: “It is precisely the drives – Triebe – that are extremely plastic, since they can replace each other and each of them can take on the intensity of the other. If reality prevents the satisfaction of one, this can prevent the satisfaction of the other. They are like a network of communicating, fluid-filled channels amongst themselves. The drives are like the Thing: the prehistoric Other, meaning /the underlying/ unconscious mechanisms, the primeval repressed “horrifying sex”, the source of all Wohl = goods, good, goodness, communicated by the painting. The silveryblack “clot” in Suzana’s images as a representative network of lines is something that “has the same structure as the signifier,” according to Lacan.

Thus the world of externalised appearances is already organised in accordance with the possibilities of the signifier, which is actually the external (hors) signifier. Therefore clot – concentration, condensation of unconscious signifiers, a silvery-black “mask – fetish”: clinical plasma as panseme in the forming of the painting ... in the formation of the artwork. Brborović combines pure form in her paintings: the archi-tecture of “dragon lines” and “rings” of lines and “clots” as the Real .... the physical, dream world as the Imaginary and “signifying hole” of the painterly /primeval/image as the Symbolic, ... embedded in the light – the illumination of the day ... and – with the signifying hole in the pictorial space, in the original phos, to phos as lux aeterna.

The real = pleasure, la jouissance = “the hearkening of the sense” of the Artwork, that embodies a relation, an erotic relation, which is and is not at the same time ... the Imaginary = Body, body parts, “parts, greater than the Whole” ... and Symbolic, which is fullness, which is all of the “void” of the painting as the primeval hymen (hymen – deriving from suo = to sew, fabric, weaving) = like a panel = meaning painting = libido = /drive/ for immortal life. The fourth article is the sintome, meaning Il y a Un = There is One /from/sexual relation and the pictorial Event = appropriation and proprietorship of the artwork – act (from the Latin actus as the combining and erotic /Eros and eroticism of the action of the un/whole “female” mask: le masque de la Femme pas tout), meaning the painting, fetish as the Forme of das Ding, which is the “representative of representation”= basic desires / Triebe/, wish/Wunsche/ and pleasure (Lust, Mehrlust, jouissance).

Andrej Medved

SATURATION LIMIT (2014)

In her series of recent works entitled Saturation Limit, Suzana Brborović goes on researching the development of her local environment, and consequently, also the space and time. The artist sets architecture in the forefront of her painterly interest.

Once again it is through her own personal experience that she connects her memories and the everyday reflections on the events surrounding her. It is from scaffoldings, trusses and bricks that housing estates of blocks of flats have risen. Contents wise she focuses on the issues concerning living conditions in the contemporary society. In her painterly research she is discovering the ambivalence between construction of residential areas of high-rise flats from the past century, and the recent construction of the so called elitist housing estates that, due to the intentional overpricing, remain uninhabited empty shells left to the ravages of time.

The paintings represent a unique intertwining of urban networks, encircled by various forms of objects, creating a feeling of saturation. With the explosion of shapes Suzana Brborović creates spaces at which the spectator develops a feeling that she/he can enter and exit, and that she/he is part of both, the inner as well as the outer dynamics of the painting. It is this form of distinction between the inner and the outer segment of the painting that creates the spaces that are inter-separated and out of their proper place. The viewer enters into a Saturation Limit, where she/he can detect overlapping, intertwining, and connecting of architectural objects - in this case blocks of flats - creating tension and uneasiness. The paintings open up an extensive area of visual messages, where there is picture field as a closed entity intertwined with a network of images from the everyday life and the imaginary, hence re-defining our relation towards visuality.

The intertwining and conditioning of the painter’s vision of the world with social inequality, on the one hand symbolised by high-rise flats housing estates, on the other hand, however, the trendy architecture intended only for the selected customers, demands a reflection of the situation. Painting is exactly the thing - with its response to these conditions at a different level, by the analysis and disclosure of the strategies and techniques of visuality - capable of creating a field of artistic reflection, interpreting and recycling them by transferring them from a photograph onto a painter’s canvas. We are witnessing a new field of painting, open to the contemporary visual culture, reflecting the contemporary mass media and the position of the painting in them.

Suzana Brborović, is a propulsive and promising painter of a younger generation, who was growing up at the time of economic prosperity of the capitalist world until the moment when she stepped onto the path of her personal independence and, over night – not by her fault, but like many others – found herself in a social and economic crisis. This generation is, consequently, aware of what it means to be an artist today; and she does not remain indifferent towards social issues of the contemporary world.

Jadranka Plut